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Nachrichten Neue Ära im Immobilienverkauf in der Türkei

31 Mar 2025


Das Handelsministerium unternimmt einen neuen Schritt, um die Probleme auf dem Immobilienmarkt zu lösen. Ab dem 7. April gilt das „Immobilienanzeigen-Verifizierungssystem“ (EİDS) auch für Immobilienverkäufe und gewerbliche Immobilieninserate. Mit diesem System dürfen Immobilienanzeigen nur noch von Personen veröffentlicht werden, die von den Eigentümern per E-Government autorisiert wurden.

Seit der Pandemie erlebten der Immobilien- und Automobilmarkt erhebliche Schwankungen. Steigende Wechselkurse, steigende Zinsen und die Inflation führten zu Marktinstabilität. Opportunisten hatten in dieser Zeit Erfolg. Anfang 2022 wurde es schwierig, den wahren Wert einer Immobilie einzuschätzen. Es traten erhebliche Preisunterschiede zwischen Objekten im selben Gebäude auf. Dasselbe galt für den Automobilmarkt. Die Regierung ergriff verschiedene Maßnahmen, um diese Probleme anzugehen. Zunächst gingen die Behörden gegen Hamsterkäufe im Automobilmarkt vor. Preissteigerungen wurden ausgeglichen, und der Markt stabilisierte sich. Kurz darauf griff die Regierung in den Wohnungsmarkt ein. Die jährlichen Mieterhöhungen für Mietobjekte wurden vorübergehend auf 25 % begrenzt.

EİDS gilt ab 7. April für Immobilienverkäufe und Gewerbeimmobilien

Ein weiteres Problem in der Branche sind gefälschte Angebote. Ob von Hausbesitzern oder Immobilienmaklern – auf Immobilienplattformen wurden hochpreisige gefälschte Angebote veröffentlicht, die die Immobilienpreise in die Höhe trieben. Wenn potenzielle Käufer oder Mieter diese Plattformen prüfen, basieren ihre Entscheidungen auf diesen überhöhten Preisen, was zu einer ernsthaften Marktblase führt.

Um dem entgegenzuwirken, wurden die Inspektionen verstärkt und eine Reihe von Maßnahmen ergriffen. Mehrere Personen und Institutionen, darunter auch Immobilienplattformen, wurden mit Geldstrafen belegt. Das Handelsministerium hat kürzlich am 1. Januar das System zur Überprüfung von Immobilienanzeigen (EİDS) eingeführt, um irreführende Inserate zu verhindern. Im Rahmen dieses Systems können Immobilienanzeigen nur von Personen veröffentlicht werden, die vom Eigentümer über die E-Government-Plattform autorisiert wurden.

Einem Bericht der Türkiye Gazetesi zufolge geht das Handelsministerium nun einen weiteren Schritt: Ab dem 7. April gilt das EİDS, das bislang für Mietanzeigen obligatorisch war, auch für Immobilienverkäufe und gewerbliche Immobilienanzeigen.

1,2 Millionen TL Strafe für zwei Plattformen

Das Handelsministerium strebt eine faire, wettbewerbsfähige und stabile Marktstruktur im Immobilien- und Automobilsektor an und hat daher Anforderungen zur Identitäts- und Berechtigungsprüfung für Plattformen eingeführt, auf denen Immobilien- und Fahrzeuganzeigen veröffentlicht werden. Das System, das am 1. Januar zunächst für Mietimmobilienanzeigen eingeführt wurde, verhindert, dass Personen ohne Identitätsnachweis Inserate auf Immobilienportalen veröffentlichen. In der ersten Inspektionsphase verhängte das Ministerium eine Geldstrafe von 1,2 Millionen TL gegen ein Unternehmen, das gegen die Vorschriften verstoßen hatte, indem es Inserate auf zwei verschiedenen Plattformen veröffentlichte, ohne die Systemvorschriften einzuhalten.

Verhinderung gefälschter Angebote und Preisinflation

Mit dem neuen System können Miet- und Verkaufsangebote für Wohn- und Gewerbeimmobilien nur noch von Personen veröffentlicht werden, die vom Eigentümer über E-Government dazu autorisiert wurden. Diese Regelung verhindert gefälschte Angebote, Preismanipulationen und Marktspekulationen.

Das System gilt als bedeutende Reform im Immobiliensektor und findet breite Unterstützung sowohl bei Verbrauchern als auch in der Branche. Immobilienexperten erklärten, dieser Schritt sei eine lang erwartete Regelung, insbesondere da gefälschte Angebote und exorbitante Preiserhöhungen in den letzten Jahren zu einem großen Problem geworden seien. Sie betonten, dass dank EİDS realistischere Preise auf dem Markt sichtbar sein werden, was Verbrauchern sicherere Kauf- und Mietentscheidungen ermöglicht.

Schutz für Käufer und Verkäufer

Auch Verbraucherverbände unterstützen die Initiative. Sie erklärten, irreführende Anzeigen hätten vielen Menschen erheblichen Schaden zugefügt. „Bürger verschwendeten Zeit und Geld durch nicht existierende oder überteuerte Immobilien in Anzeigen. Mit diesem neuen System wird die Richtigkeit der Angebote sichergestellt und ein vertrauenswürdiges Umfeld für Transaktionen geschaffen. EİDS schützt Käufer und Verkäufer und schafft einen faireren Markt. Diese Regelung bietet erhebliche Sicherheit, insbesondere für Erstkäufer von Eigenheimen oder den Erwerb von Gewerbeimmobilien. Anstatt die Richtigkeit der Angebote in Frage zu stellen, können die Menschen bei Investitionen fundiertere Entscheidungen treffen“, so die Verbände.

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